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26.12.08 - Kafkas / the Weight
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Es tut gut, zu wissen, dass es auch anders geht – anders als nach den ganzen Business-Spielchen oder Szene-Leitfäden – unabhängig von Image, Trends und Prognosen das eigene Ding zu machen!
Kafkas haben sich niemals für den einfachen, bequemen Weg entschieden – auf die Frage, ob man nicht ein paar Platten mehr verkaufen und dafür inhaltlich ein bisschen zarter vorgehen wolle, lautet die freundliche, aber entschiedene Antwort der Band immer: Nein! So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Gottheiten von Propagandhi höchstpersönlich bereits zum 3.mal die Kafkas als Tour-Support wünschten! Berechtigterweise hat sich die Band mit ihrem ausgeprägten Charisma szeneübergreifend zu einer wichtigen Konstante und einem treuen Wegbegleiter entwickelt. Für viele sind die neuen Songs etwas überraschend – und so manch einer hätte sie den Herrschaften wohl gar nicht zugetraut - einerseits so eingängig, melodisch und dabei so abwechslungsreich wie nie zuvor - anderseits bissig und individuell und trotzdem immer „Kafkas“. Sehr selbstbewusst und experimentierfreudig definiert man hier „Punk" mit „Alternative", „NDW-Pop“, „Anarcho-Elektro“ und etwas „Hardcore-Ska" zum einem mitreißenden Feuerwerk an Hits! Es ist fast unmöglich, sich dem Charme aus Tanzbein, Wut, Mut und Herzblut zu verwehren - das ist qualitativ einfach zu großartig. Und dann sind da natürlich die Texte von Markus Gabi Kafka – zynisch, packend, tiefgründig - die haben bereits in der Vergangenheit überall Lorbeeren geerntet – und das wird auch mit „Paula“ so bleiben! Kafkas sind liebenswerte Chaoten – wohl keine andere Band hat den Release der neuen Platte öfter als Guns’n’Roses verschoben; spielt 7 Jahre lang ununterbrochen Konzerte in Deutschland, Schweiz, Österreich, Ungarn und Belgien ohne ein aktuelles Album im Tourkoffer zu haben; geht lediglich mit einem bis unter das Dach voll gestopften, alten PKW auf Touren und hat dabei noch einen Hund auf dem Schoß … ausgestattet mit dem wahrscheinlich schlechtesten Equipment seit der Erfindung der elektrischen Gitarre und kommt einfach ohne bösen Willen wirklich zu jedem Konzert zu spät. Kafkas sind eine außergewöhnliche Band, wie ich sie in unserer Musiklandschaft nicht missen möchte – das unterstreicht auch, dass sie anstatt, wie es alle anderen Bands mittlerweile tun, kein großkotziges, selbstverliebtes Musikvideo drehten, sondern „lieber von dem Geld ein eigenes Tierasyl“ auf die Beine stellen… Auch außerhalb Punkhausens wird die Anhängerschaft mit „Paula“ sicher nicht kleiner werden. Ich freu mich riesig aufs neue Album! Vorband: the Weight hier gehts weiter und weiter und...
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» 1 Kommentar
1"qBHIRApLMHcz" am Freitag, 25. Februar 2011 02:36
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